Der dichte Fürst

Cover50+1 Gedichte

eBook, erschienen bei Ullstein (Forever)

2,99 €

Knutschen in Klubs, schüchterner Handschweiß beim ersten Date, gebrochene Herzen, SMS von gestern Nacht, 3-Tage-nicht-melden-Regel, Freundschaftsanfrage auf Facebook, Picknick in der Sonne, wahre Liebe. Die Gedichte aus Liebe in Zeiten von #Yolo sind romantische Momentaufnahmen, sie sind wie Snapshots auf Instagram mit Romantik-Filter.

HIER ALS eBOOK ERHÄLTLICH

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Der dichte Fürst hat eine Schallplatte auf Delikatess herausgebracht! Eine 10″! In Rot! Mit Gedichtband!
Auf »Harz« trifft die Liebeslyrik des dichten Fürsten auf Martin Dörrs feines Klavier.

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Du sagst mir – Junge es geht weiter,
Wir waren eins, jetzt sind wir zwei.
Baby, ich bin in Bälde wieder heiter,
Doch bis dahin bleib ich high.

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INTERVIEW BEI SCHMERZWACH

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Die sonne im rücken
geht er, bleigewordener verehrer
mit eingebranntem stolz
und kennt sie
einzige wahrheit
das alles lüge ist und
er tobt er flüchtet
aus dem schutz der tausend
dorthin wo der leichtsinn wohnt
er echot seine gedanken in die welt
und glaubt alle blutenden himmel stürzten ein
aber irgendwas scheint immer am ende des tunnels
selbst wenn das leben stets
im zenit stünde
zerfallen wir doch des nachts
und sacken zusammen
und stehen wieder auf
und stehen auf
und lecken uns die finger
nach all der zukunft
die da wartet

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Ein Film von Johannes Boscher.

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Und wenn ein Herrgott
das Bilde meines Lebens malte
so wären Kreise, Linien, Rot
in Deinem Rahmen stets gehalten
Du bist Richtung und Schafott.

Rühren mich die Hände an
die von Deinem Leben gehen
gibt mir Leben Deine Kunst
Forme mich – ich will verdrehen
mich wechseln wie der Dunst.

Und ja, ich bin verbrannt
nur Asche und auch Rauch
aus was ich einst bestand
zieht vorbei in einem Hauch
– das Wedeln Deiner Hand.

Und wenn ich gieße meine Seele
in die Schritte die Du trittst
die Lebensspuren Deiner Schwere
nimmst Du den selben Weg zurück?

Ach, so wahr mir einer helf’
She makes me so unsure of myself.

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Ach, wie verschlossen waren
Deine Lippen dort unten am Hafen.
Auch wenn meine Augen sahen,
Was deine Augen sprachen,
Kamen wir einander nie so nah
Wie wir im Innern waren.

Die flüsternden Gedanken.
So schüchtern, hast Du sie verstanden,
Meiner Liebe stiller Taten?
Die Blicke können ewig wandern,
Doch wenn Zwei aufeinander warten,
Führt es keinen zu dem andern.

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Ich gäbe
meine Seele, mein Leben
ein Königreich auch
Ein Jahrhundert des Friedens
meinen fliegenden Bauch
Mein rasendes Herzblut
meine Stimme, das Gesicht
Alles was wichtig ist
Meinen Namen
Puls und Atem
gäbe ich

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Wir sitzen auf Stufen
eines Theaters mit Geschichte
vergleichen unsere Leben. Fixpunkte des Selbst
Wunden, Momente,
Lieder, Ideen.
Zwei Glas Wein klingen feiner durch die Nacht,
Qualm indischer Zigaretten steigt
durch die Welten der Welt.
Jetzt
bin ich leicht.
Dein Lachen.

Ein Gott
tanzt durch die Adern dich ich bin.
“Pass auf”, sagtest Du. “Pass auf, hör zu!”
Ich klebe ohnehin, Darling, bin ich da. Bin.
Die Schnittmenge ist entworfen.
Den Unterschied
nennen wir
Liebe.

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